Buche bzw. Rotbuche (Laubholz)
Die Rotbuche kommt in Europa ca. zwischen dem 40. und 60. Breitengrad als Baum oder Strauch vor, hauptsächlich jedoch in Mittel- und Westeuropa. In Österreich ist sie der am weitesten verbreitete Laubbaum und das wichtigste Nutzholz. Rotbuchen finden sich sowohl in Mischwäldern als auch in größeren reinen Beständen vor allem im Flachland und in den Mittelgebirgen.
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die wichtigste Buchenart, daher wird häufig nur von Buche gesprochen. Die Bezeichnung "rot" bezieht sich auf die leicht rötliche Färbung des Holzes. Die Weißbuche bzw. Hainbuche (Carpinus betulus L.) gehört einer anderen botanischen Familie an und unterscheidet sich auch hinsichtlich ihrer Eigenschaften stark.
Buchen können bis zu 300 Jahre alt werden, üblicherweise werden die Bäume im Alter von 100 und 140 Jahren geschlagen. Die Bäume erreichen eine Höhe von 30 bis 35 Metern.
Buchen gehören zu den Kernholzbäumen. Splint- und Kernholz sind gleichermaßen blassgelblich bis rötlichweiß, gedämpft rötlichbraun. Das Holz hat eine feinporige, gleichmäßige Struktur und keine auffällige Zeichnung. Teilweise bildet sich im späten Alter der Bäume (> 80 Jahre) eine als "Rotkern" bezeichnete rotbraune Färbung von unregelmäßiger Farbintensität und Form.
Das Holz der Buche ist mittelschwer bis schwer. Es ist sehr hart und dabei zäh. Darüber besitzt es eine gute Festigkeit und auch eine hohe Abriebfestigkeit.
Buche schwindet stark und arbeitet stärker als andere Hölzer. Es sollte daher vor und während der Bearbeitung keinen großen Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt werden.
Trotz seiner großen Härte ist Buchenholz sehr gut bearbeitbar. Es ist problemlos zu schneiden, zu hobeln, zu bohren und zu fräsen. In gedämpftem Zustand lässt sich Buche neben der Esche von allen Laubhölzern am besten biegen.
Die Oberflächenbearbeitung ist problemlos. Buche kann gut gebeizt, gefärbt und poliert werden. Vielleicht als Ausgleich für seine geringe natürliche Dauerhaftigkeit lässt es sich gut imprägnieren.
