Nussbaum (Laubholz)
Unter Nussbaumholz versteht man stets das Holz des Walnussbaumes (Juglandaceae). Trotz seines sehr guten Holzwertes und dem Zusatznutzen seiner Früchte hat der Walnussbaum forstwirtschaftlich kaum eine Bedeutung. Walnussbäume sind weltweit in der gemäßigten Klimazone verbreitet und fanden schon früh als Kulturpflanze Verbreitung. Eine Spezialität ist die Nutzung der Wurzelknollen für Wurzelmaserfurniere.
Kern- und Splintholz unterscheiden sich deutlich: Das Splintholz ist 5-10 cm breit, grauweiß bis rötlichweiß, das Kernholz ist, je nach Alter und Standort verschieden, hellgrau, mausgrau bis dunkelbraun, teilweise mit Farbstreifen ("gewässert"). Mitunter unregelmäßige Aderung oder wolkige Färbung, aufgrund der in der Regel markanten Struktur der Jahresringe schöne Zeichnung, relativ grobe Poren, intensive dunkle Farbigkeit, sehr dekorativ.
Das Holz des Nussbaums ist recht schwer, hart und mit guten Festigkeitseigenschaften. Es ist sehr biegefest und schwindet wenig. Es verfügt über ein gutes Stehvermögen und ist nur eingeschränkt witterungsbeständig.
Nussbaumholz ist leicht und glatt bearbeitbar, speziell gut drechsel-, schnitz- und profilierbar. Die Oberflächenbehandlung ist problemlos. Eisenhaltige Verbindungsmittel führen in Verbindung mit Feuchtigkeit zu dunklen Ausfärbungen.
